Letzthin hat Caroline eine Lektion zu ihrem Thema, der Chinesischen Mauer im Netz gehalten. Da wird ja nicht nur kontrolliert, was in China einsehbar ist, sondern auch was nach aussen dringt, über Kontrolle der vergebenen IPs und URLs.
Danach hat sich eine Diskussion entsponnen, in der unser Dozent die Meinung vertrat, die Zensur Chinas sei für die Bevölkerung nicht so schlimm und auch nicht von uns einfach per se als falsch zu werten, schliesslich seien sich die Menschen nichts anderes gewohnt und könnten auch gar nicht mit einer solchen Fülle von Informationen umgehen. Aha.
Heute nun war im 10vor10 ein Beitrag, in dem die Eltern eines Opfers des Tian’anmen-Massakers interviewt wurden. Sie haben während der olympischen Spiele Hausarrest bekommen, damit sie ja keinem ausländischen Journalisten etwas von den Zuständen in China erzählen. Auch andere Chinesen kamen zu Wort. Es kam mir nicht so vor, als fänden diese Menschen das alles nicht so schlimm und hätten auch gar nicht das Bedürfnis, sich mitzuteilen… ohne Zensur wäre mehr Fairness auch in China möglich. Die Chinesen hätten die Möglichkeit auf Missstände aufmerksam zu machen (am einfachsten halt über Blogs!) und damit etwas zu bewegen (wenn auch erst auf Druck des Auslands). Einer der Interviewten sagt, der Westen lasse sich von Chinas wirtschaftlichem Erfolg blenden. Recht hat er!
Mein Name ist Laura. Ich studiere im 4. Semester Informationswissenschaft an der HTW Chur und arbeite daneben 60% in einer allgemein öfftenlichen Bibliothek.
Das Thema "Wirtschaftsmach der Blogger" habe ich gewählt, weil mich die Möglichkeiten der Bevölkerung sich in das wirtschaftliche Leben einzumischen, schon immer interessiert haben. Meiner Meinung nach wird zu viel von einer wirtschaftlichen Elite, fast schon einem Filz, entschieden. Vielleicht kann das Internet etwas daran ändern?
